Einheit in der Vielfalt – Die RUTH-Trophäen und ihr Schöpfer

Wohl kaum ein Preis darf so sehr für sich in Anspruch nehmen, den Geehrten gerecht zu werden wie die RUTH. Zu verdanken ist dies Ulf Geer aus dem bayerischen Schnaittach. Als Künstler hat er sich vor allem auf Holzobjekte spezialisiert und ist mit eben jenen bei der RUTH gleich doppelt in seinem Element, weil neben der bildenden Kunst auch der Musik die Leidenschaft des studierten Cellisten gilt.
Geers lebhaftes Interesse an seinen Mitmenschen meint man zuweilen mit Händen greifen zu können, man spürt, wie er sich, ins Gespräch vertieft, hineindenkt und –fühlt in seinen Gegenüber. Dies und die Fähigkeit, auch „sein“ Material, das Holz, „zum Sprechen“ zu bringen, sind die Voraussetzungen für die ebenso originell wie individuell gestalteten Trophäen. Geers Kreativität und handwerkliche Meisterschaft versetzen ihn in die Lage, in der einmal gefundenen Grundform der Wurzel, die zugleich auch Krone ist, immer neue Variationen zu finden, wobei er auf gegenständliche Formen ebenso souverän zurückgreift wie auf eher abstrakte. Die Eigenart des jeweiligen Materials und die Assoziationen zu den Künstlern, mit denen er sich stets intensiv auseinander setzt, bevor er zuwerke geht, sind seine Inspirationsquellen.
So erklärt sich, dass der deutsche Weltmusikpreis ebenso vielgestaltig erscheint wie das musikalische Genre, für dessen herausragende Leistungen er vergeben wird.

Wolfram Böhme über Ulf Geer

Ulf Geer

Vita—Ulf Geer

*1962

1982 Abitur
1982/83 Studium Kunstgeschichte (2 Semester)
1983 Zivildienst
1984 Studium an der Musikhochschule München bei Walter Nothas
1989 Heirat mit Gerda Machmor (Musikerin)
Staatsexamen Violoncello. Geburt des ersten Kindes
Übersiedlung nach Berlin
Intensive Beschäftigung mit Spielzeugdesign
Kunsthandwerkliche Ausstellungen
1991 Kunststudium in Nürnberg. Geburt des zweiten Kindes
1994 Geburt des dritten Kindes
1996 Erstes Staatsexamen für Lehramt Kunsterziehung
1997 Referendariat.
Geburt des vierten Kindes in der Nacht vor der ersten Lehrprobe
1998 Zweites Staatsexamen, erste Anstellung als Lehrer in Bayreuth
1999 Geburt des fünften Kindes, einer Tochter!
Seit 2000 Lehrer am Paul-Pfinzing Gymnasium, Hersbruck
2002 Erstmalige Gestaltung des Weltmusikpreises „RUTH“
2004 Geburt des sechsten Kindes

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