RUTH im Jahre 2005
Bereits 2004 wurde ein verändertes Auswahlverfahren geschaffen, das eine stärkere Einbeziehung ausgewiesener Profis aus dem Bereich der Auslober, Journalisten, Veranstalter aber auch Plattenhändler in einem verkleinerten Beirat vorsah, der das alleinige Recht für Vorschläge an die Jury hat. Die Ausschreibung für 2005 konnte auf diesen Erfahrungen aufbauen – und auf einen weitgehend unveränderten Kreis von Beiräten und Juroren.
Um für alle Interessierten die gültige Basis für die Arbeit dieser Gremien zu verdeutlichen, sollen an dieser Stelle kurz die formalen Grundsätze des Preises verdeutlicht werden.
Für alle potentiellen PreisträgerInnen gilt, dass sie unbedingt ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben müssen und nach wie vor auch, dass die Preisvergabe an einen Liveauftritt beim TFF.Rudolstadt am ersten Juliwochenende 2005 gebunden ist.
In den Kategorien Deutsche RUTH (für Musik mit Wurzeln in einheimischen Musiktraditionen) und Globale RUTH (für Musik mit Wurzeln in regionalen Musiktraditionen dieser Welt) hat der Beirat für seine Vorschläge primär das künstlerische Schaffen in den 12 -18 Monaten vor der entscheidenden Jury-Sitzung (Spätherbst 2005) zu berücksichtigen. Dabei ist natürlich nicht vorgeschrieben, dass globale Wurzeln unbedingt von „Nicht-Deutschen“ und deutsche Musiktraditionen nur von Bayern oder Norddeutschen vertreten werden müssen, um preiswürdig zu sein: entscheidend ist die Musik!
Für die Newcomer gilt, dass all diejenigen KandidatInnen sein können, von denen es keine kommerziell vertriebenen Tonträger gibt (dazu zählen auch im Eigenverlag hergestellte MCs oder CDs, die bei Konzerten angeboten werden), die älter als 3 Jahre, also vor 2003 erschienen sind. Junge, aufstrebende KünstlerInnen, die am Anfang ihrer Karriere stehen und bereits ein gewisses Maß an Professionalität mitbringen und sich auszeichnen durch Originalität, handwerkliches Können, Entwicklungspotential und die Ambition, dieses Potential auch zu nutzen, haben Chancen auf diesen Förderpreis. Es bleibt auch 2006 dabei, dass bei den Newcomern nicht mehr unterschieden wird zwischen „deutsch“ und „global“.
Jedes Beiratsmitglied kann mehrere Vorschläge machen, und muss diese kurz schriftlich gegenüber dem Juryvorsitzenden begründen - inklusive der Zuordnung zur jeweiligen Kategorie. Werden diese Regeln nicht eingehalten, muss die Jury die Vorschläge aussortieren. Sie hat auch das Recht, falsche Zuordnungen zu verändern - wovon sie 2005 aber kaum Gebrauch machen musste. Die Beiräte können aber den Juryvorsitzenden kontaktieren, um sich beraten zu lassen bei formalen Unsicherheiten.
Peter Schneckmann – Juryvorsitzender 2005
Im Jahr 2005 hat die Jury folgende Preise verliehen:
In der Kategorie „Deutsche RUTH“: Biermösl Blosn
In der Kategorie „Globale Roots“: Rabih Abou-Khalil
In der Kategorie „Newcomer I“: Tango Crash
in der Katekorie „Newcomer II“: Malbrook
in der Kategorie „Newcomer III“: Nomad Sound System
Ehren-Ruth: Dr. Jan Reichow
Die Jury 2005: Cornelia Rost (Musikredakteurin, Frankfurt/Main) Gigi Backes (Musikverlegerin, Berlin), Holger Janssen (Hörfunkjournalist, Mönkeberg), Markus Brachtendorf (Musiker, Köln), Wenzel (Musiker und Preisträger 2003 in der Kategorie Deutsche Roots, Berlin) und Peter Schneckmann (Veranstalter und RUTH-Juryvorsitzender, Frankfurt/Main).
Die Beiräte 2005: Ulrich Doberenz (tff.Rudolstadt | Festivaldirektor), Heidi Zink (PROFOLK e.V.), Annette Heit (Berlin | Veranstalterin, Werkstatt der Kulturen), Mike Kamp (Journalist | Herausgeber FOLKER!), Norbert Krampf (Berlin/Frankfurt | freier Musikjournalist u.a. FAZ), Jo Meyer (Berlin | Musiker), Volker Rebell (Frankfurt | freier Musikjournalist u.a. Hessischer Rundfunk).


